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Gutachten zur Galvanotherapie



PROF. DIPL. ING. F. HOCHLEITNER
Sachverständiger für Nachrichtentechnik und Datenverarbeitung

Meidlinger Hauptstraße 69/6 St. Ulrichstraße 6
1120 Wien 3363 Ulmerfeld
Tel.: (01) 810 98 24 Tel.: (07475) 52 481
email:riku@aon.at Fax.: (07475) 52 481-5 ECT Grundlagen
1.4
ECT („Elektro Cancer Therapie„) oder PET („Percutanous Bio-Electrotherapy Of
Cancerous Tumours„) bezeichnet eine Möglichkeit, einen malignen Tumor anstelle durch eines der üblichen Verfahren (Operation, Bestrahlung, Hyperthermie, Kryotherapie), mit Gleichstrom zu entfernen. Die theoretischen Grundlagen wurden von Univ.Prof. Dr.Björn Nordenström erarbeitet. Die Vorteile sind: keine Narkose, sondern lokale Betäubung, (wenn überhaupt), kein Krankenhausaufenthalt erforderlich, keine Metastasierung, die durch die Therapie selbst verursacht wird. Meist keine Chemotherapie erforderlich.
In den nachfolgenden Kapiteln werden theoretische Grundlagen dargelegt und verschiedene Methoden der Anwendung der ECT erklärt. Als Stand derTechnik wird an der TU Wien in Elektrobiologie gelehrt, dass das Zellpotential einer gesunden Zelle -175mV beträgt, das einer Krebszelle wegen des Fehlens von Kalium 0 bis –10 mV. Daraus ergibt sich zwangsläufig eine Potentialdifferenz zwischen gesundem Zellgewebe und dem Tumorgewebe. Aus der
unterschiedlichen Zusammensetzung der Zellverbände folgt auch eine unterschiedliche Leitfähigkeit der verschiedenen Gewebearten. Bei der ECT wird dieser Umstand ausgenützt. Es sind zwei Behandlungsverfahren bekannt. Eine detaillierte Erklärung der physikalischen und chemischen Abläufe ist im Anhang zusammengestellt.
1. ein oder mehr Platinelektrodenpaare, abhängig von der Größe des Tumors, werden unter lokaler Betäubung in das Tumorgewebe platziert. Gleichstrom mit einer Spannung von ca 7,4 Volt wird angeschlossen. Der durch das Gewebe fließende Strom löst den Tumor auf. Die Behandlungsdauer ist abhängig von der Größe des Tumors und beträgt von einigen Minuten bis zu ½ Stunde. Die entstehenden Abbauprodukte werden vom Körper abtransportiert. Dieses Verfahren wird eingesetzt bei von außen zugänglichen Tumoren der Haut, Nase, Lippe, Zunge, Ohr, Prostata, …
2. großflächige handelsübliche Elektroden aus Silber werden in üblicher Weise an den Körper angelegt, wobei das Tumorgebiet zwischen den Elektroden zu liegen kommt. Gleichstrom (einige mA) wird angeschlossen und von einer Computeranlage überwacht. Der Strom fließt durch den Körper und trifft dabei auch auf das Tumorgewebe. Wegen der besonderen Eigenschaften des Tumorgewebes wird dieses aufgelöst. Die Behandlungsdauer beträgt ca. 1 - 3 Stunden. Die Behandlung selbst ist schmerzfrei. Die Funktion des Organs (z.B. Prostata, ...) bleibt erhalten.
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Es ist keine Chemotherapie erforderlich. Dieses Verfahren wird angewendet bei Tumoren der Prostata, Lunge, Leber, … . Nicht behandelbar sind Tumoren von Gehirn und Niere. Während der Behandlung steht der Patient unter ständiger visueller Kontrolle durch den Arzt. Den Abschluss der Behandlung bildet eine Therapie mit Vaccinen, die nach einem von Dr.med. Pekar patentiertem Verfahren hergestellt werden. Eine Bildung von Metastasen wurde nicht beobachtet.
Geschichte der ECTherapie
Der Pariser Hautarzt F.J. Darier (1856-1938) berichtete über Heilung von malignen (bösartigen) Melanomen durch perkutane Nadelelektroden und Strom von einigen mA. Dr. Björn E.W.Nordenström, [Professor of Diagnostic Radiology, Karolinska Institutet, Stockhom, Sweden] wies 1983 in seinem Buch „Biologically Closed Electric Circuits„ [clinical, experimental and theoretical evidence for an additional circulatory system ISBN 91-970432-0-6] auf eine Potentialbarriere zwischen dem Tumorgewebe und einem gesunden Gewebe hin. In dieser Arbeit werden auch eingehend die Auswirkungen von Gleichstrom im Gewebe untersucht. Nordenström untersucht speziell Lungentumore und weist eine Heilungsmöglichkeit mit Gleichstrom nach. Im Kapitel XVII „Application of the principle of BCEC for treatment of cancer„ (p269ff) wird die Technik der Durchführung beschrieben. Im Kapitel „C. Induction of healing
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reactions in tumours by direct current (p281ff)“ werden praktische Beispiele vorgestellt und dieVerkleinerung von Lungentumoren nach dem Einsatz von Gleichstrom nachgewiesen. In weiteren zahlreichen Dokumentationen befasste sich Nordenström mit diesem Thema. Diese sind im Buch „Exploring BCEC-Systems (Biologically Closed Electric Circuits) 1998 zusammengefasst. ISBN 91-630-7235-1 Der österr. Arzt Dr.med. Rudolf Pekar, der auch Elektrotechnik studiert hatte, nahm das Werk Nordenström´s zum Anlass und entwickelte in den Jahren nach 1983 daraus die ECT-Therapie. 1997 veröffentlichte er seine Erfahrungen mit dieser Therapieform im Buch „Percutanous Bio -Electrotherapy Of Cancerous Tumours„ ISBN 3 85175 678 -9 Eine Dokumentation zu Grundlage und Praxis der perkutanen Galvanotherapie 2002, 2. Auflage, Verlag Wilhelm Maudrich, 148 Seiten, 167 Farbabbildungen, 2 Skizzen, 1 Tabelle, Format: 24,5x17,5 cm, gebunden, ISBN 3-85175-777-7, Euro 50,00. Dr med. Pekar erklärt die theoretischen Grundlagen dieser Behandlungsart und führt zahlreiche praktische Beispiele an. In Bildern wird der Behandlungsverlauf plastisch dargestellt. Dr. Pekar führt auch Beispiele aus China und Italien an.
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Im Jahr 2002 erschien von Dr.med.Pekar und Univ.-Prof.Dr.med. Nikolai N.KORPAN das Buch „Krebs, die biologische und die medizinische Tragödie„ – BIOONKOLOGIE. Hier werden sowohl theoretische Grundlagen vermittelt als auch praktische Beispiele vorgestellt (245 Farbabbildungen). Die Autoren stellen in diesem Buch verschiedene Methoden der Krebstherapie vor. Sie behandeln auch Komplikationen, die auftreten können und geben Lösungsmöglichkeiten an. In einem Kapitel des Buches stellt Prof.Xr. Xin YU-LING China-Japan Friendship Hospital Peking, 10029 verschiedene Tumore vor, die mit elektrochemischen Methoden in den letzten 12 Jahren therapiert wurden. [Electrochemical Therapy ECT] Im Kapitel therapeutische Resultate wird das Ergebnis von 8.641 behandelten Fällen dargestellt. Dabei konnte bei 33,5% eine völlige Heilung erreicht werden. Bei 42,8% wurde ein partieller Rückgang erzielt. Bei 14,0% gab es keine Änderung und bei 9,7% konnte das Tumorwachstum nicht aufgehalten werden. In den vergangenen 12 Jahren (bis 2002) wurden 10.710 Fälle maligner und benigner Tumoren mit ECT therapiert. Die Kurzzeit-Effektivitätsrate war bei 91% und die 5- Jahres-Überlebensrate bei 65%. Die Bücher von Dr. Nordenström und Dr.med.Pekar können bei der Bibliothek der Medizinischen Fakultät der UNI Wien entlehnt werden.
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Am 4.8.2003 erhielt in Deutschland das Elektrotherapiegerät zur Tumorbehandlung der Fa. Mess und Regeltechnik, Horst Poduschka das TÜV-Zerifikat für medizinische Geräte. Es gibt somit in der EU ein technisches Gerät, das für diese Behandlungsform zugelassen ist und nach EU-Recht auch eingesetzt werden darf. Schulungen zur Bedienung des Gerätes werden vom Hersteller durchgeführt. Es ist bedauerlich, dass diese Forschungsergebnisse in österr. Arztpraxen noch nicht Eingang gefunden haben. Die typischen Behandlungskosten bei ECT liegen unter 10.000,00 EUR, während für eine Behandlung nach Standardmedizin 100.000,00 EUR angesetzt werden.
Zusammenfassung
Die Electro Cancer Therapie funktioniert auf Grundlage elektrotechnischer Gesetzmäßigkeiten, wobei die Operation mit Skalpell durch eine Entfernung des
Tumors mit elektrischem Gleichstrom ersetzt wird. Es handelt sich um ein Verfahren, dessen Wirksamkeit durch wissenschaftliche Versuche belegt wurde. Begleitenden Maßnahmen wie fallweise Chemo-Therapie und Vaccine können als Standardmedizin bezeichnet werden. Wie Erfahrungsberichte gezeigt haben, ist die Heilungschance bei ECT größer als bei den üblichen Operationsverfahren.
Prof. DI. Friedrich Hochleitner Wien / Ulmerfeld im Mai 2005
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